Adblocker-Nutzer ansprechen und aufklären.

Sourcepoint und das UK-Medienunternehmen Dennis überzeugten Adblocker-Nutzer ihre Werbezugangsbeschränkungen zu lockern.

Adblocker-Nutzer sind vielleicht schwierg zu erreichende Medienkonsumenten, die sich aber auch einer konsequent geführten Ansprache nicht verweigern und irgendwann doch bereit sind Gespräche zur medialen Wertschöpfung zu führen.   © Android-User.de

Adblocker-Nutzer sind durchaus gesprächsbereite Medienkonsumenten, die ihre ablehnende Haltung gegenüber Werbung in den von ihnen genutzten Content-Angeboten aufgeben. Das britische Medien-Unternehmen Dennis ist gemeinsam mit dem Content-Compensation-Platform-Betreiber Sourcepoint in einem sechsmonatigen Versuchszeitraum auf Werbeverweigerer zugegangen, um sie zum Whitelisting ihrer Medienangebote zu überzeugen. 

Dennis suchte das Gespräch mit Adblocker-Nutzern, um sie über mediale Wertschöpfung aufzuklären und um sie über Vergütungsmechanismen zu informieren, die den fast gewohnten Austausch von Inhalten gegen Werbung möglich machen. Nach sechs Monaten waren 57 Prozent der angesprochenen Werbeverweigerer bereit ihre rigide Ablehnung von Werbung aufzugeben. 38 Prozent dieser Inhalte-Konsumenten entschlossen sich zu einem Whitelisting von Dennis-Seiten. Außerdem zeigte sich, dass 61 Prozent der Adblocker-Nutzer die zumindest zwei Kompensationsmethoden für ihre Werbeverweigerung angeboten bekommen als für Zielgruppe für Werbung zurückgewonnen werden konnten. 

Dennis entschied sich zur aktiven Ansprache nachdem die Adblock-Rate im Vorjahr deutlich angestiegen war. Es folgte die Adblock-Nutzer-Ansprache mit Dialogue, der Content Compensation Platform von Sourcepoint. Damit lassen sich unterschiedliche Nachrichten an verschiedene Zielgruppen aussenden. 

Das Medien-Unternehmen nahm die Kommunikation mit Werbeverweigerern mit dem Ziel auf, herauszufinden mit welcher Auswahl an Optionen auf deren Ablehnungshaltung zu reagieren wäre, um dieser Zielgruppe trotzdem eine Inhalte-Nutzung zu ermöglichen und gleichzeitig die eigenen Chancen auf eine relevante Inahlte-Monetarisierung zu wahren. Darüber hinaus wurde versucht, mehr über das Verhalten von Mediennutzern, die sich auf verschiedenen Wegen, wie Suchmaschinen oder Social Media, Inhalte erschließen, herauszufinden. Außerdem wurden von Content-Thematiken abhängige Unterschiede im Nutzungsverhalten eruiert.

Während dieser Dialog-Phase bekamen die angesprochenen Nutzer verschiedene Kompensationen vorgeschlagen, um ihre ablehnende Haltung gegenüber Werbung zu lockern oder im Idealfall sogar aufzugeben. 

Dabei zeigt sich, dass mit verschiedenen angebotenen Vergütungswegen die Engagement Rate in der Zielgruppe gesteigert werden konnte. Bei zwei verfügbaren Kompensationsmethoden stieg das User Engagement im Schnitt um 61 Prozent. Die Dennis-Medienangebote verzeichneten dann eine höhere Verweildauer und eine bessere Inhalte-Nutzungsrate 

Es zeigt sich auch, dass die Engagement Rate um 80 Prozent sank, sobald die Zielgruppe mit Dialog-Botschaften, die leicht abzuweisen waren, angesprochen wurden. Wurde ein Video als Ausgleich für die werbefreie Nutzung des Publisher-Contents akzeptiert, belief sich dessen View-Through-Rate auf 75 Prozent. 

Nick Flood, bei Dennis Director für Product & Commercial Operations zuständig, teilt dazu mit: "Wir erkannten wie schwierig es ist, mit Adblocker-Nutzern zu kommunizieren und sie zu einem Whitelisting oder für einen durch Werbung unterstützten Besuch unserer Medien-Angebote zu bewegen." Deshalb startete Flood mit Sourcepoint den Versuch die Nutzer, die mittels Adblocker die Inhalte des Medien-Unternehmens wirklich vollständig kostenlos nutzen, über mediale Wertschöpfung aufzuklären. Er nennt die Ergebnisse des Testlaufs mit der Content Compensation Platform "extrem ermutigend". Flood: "Wir konnten in sehr kurzer Zeit einen signifikanten Anteil unserer Werbung verweigernden Online-Nutzer zurückgewinnen." 

 

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