Smartphone Penetration steigt in Österreich auf 86 Prozent.

Der Mobile Communications Report 2015 zeigt das mobile Nutzungsverhalten der Österreicher. Demnach haben bereits 86 Prozent der Österreicher ein Smartphone, 76 Prozent nutzen mobile Anwendungen. Top-Seller beim Mobile Shopping sind Bekleidung und Schuhe

Die Smartphone Penetraton liegt in Österreich mittlerweile bei 86 Prozent.   © Werbeplanung.at

Der Mobile Communications Report ist dieses Jahr bereits zum neunten Mal erschienen. Die Mobile Marketing Association Austria (MMAA) und MindTake Research zeigen mit der Studie die mobilen Nutzungsgewohnheiten österreichischer User. Auffallend ist dieses Jahr die angestiegene Smartphone Penetration auf 86 Prozent. Außerdem verwenden bereits 76 Prozent der Befragten mobile Anwendungen. Von den App-Usern haben 47 Prozent die Push-Funktion aktivert. Die Top-Seller beim Mobile Shopping finden sich in den Sparten Bekleidung und Schuhe.

Diese Produkte werden mobil gekauft

Welche Produkte wurden nun im vergangenen halben Jahr vorwiegend über mobile Geräte im Netz gekauft? Bekleidung und Schuhe (38,6 Prozent) und elektronische Geräte (33 Prozent) liegen hier klar vorne. Geschlechterspezifisch gibt es trotzdem Unterschiede beim mobilen Shopping: Top-Seller bei den Frauen sind Bekleidung und Schuhe (47,4 Prozent), gefolgt von Büchern (39,9 Prozent) und elektronischen Geräten (25,6 Prozent). Bei den Männern liegen elektronische Geräte (38,8 Prozent), Bekleidung und Schuhe (31,8 Prozent) und Spiele/ Games (21,2 Prozent) ganz vorne. Unterschiede sind auch spürbar, wenn es um die beliebtesten mobilen Zahlungsmittel geht: Frauen kaufen am liebsten per Online-Überweisung beziehungsweise Sofortüberweisung und Männer mit der Kreditkarte.

Das Smartphone wird im Zuge der Customer Journey unterschiedlich verwendet. Laut dem Mobile Communications Report suchen 68,4 Prozent der User mit dem Handy ein bestimmtes Geschäft oder eine Filiale, 64,1 Prozent informieren sich über Produkte oder vergleichen Preise online. Die Hälfte der Befragten (50,7 Prozent) liest außerdem Produktbewertungen oder verfolgt den Status von Bestellungen (46,8 Prozent). Darüber hinaus haben sieben Prozent der Befragten angegeben, Near Field Communication über das Smartphone genutzt zu haben. Besonders hoch war dieser Wert mit 13 Prozent bei den Befragten bis 29 Jahren.

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Quelle: Mobile Communications Report 2015

Ein Webauftritt, der auch auf mobilen Geräten einwandfrei funktioniert, ist besonders wichtig, weiß Martina Neidhart, Research Director bei MindTake Research: „Einkaufen übers Handy ist in Österreich Alltag geworden. Mehr als ein Drittel der mobilen Internet-User haben in den vergangenen sechs Monaten ein Produkt über das Handy gekauft oder eine Buchung getätigt. Besonders beliebt unter den Onlineshops sind Amazon, Willhaben und ebay, gefragt sind aber auch Schnäppchenportale wie wogibtswas.at oder aktionsfinder.at.“

Nachholbedarf bei Optimierung mobiler Seiten

Jedoch gibt es hinsichtlich der Optimierung mobiler Seiten noch immer Nachholbedarf unter den österreichischen E-Commerce-Händlern. Harald Winkelhofer, Präsident der Mobile Marketing Association Austria, sagt über die aktuelle Situation: „Die Benutzerfreundlichkeit von Websites über mobile Geräte ist definitiv ein Bereich, wo weiterhin etwas getan werden muss. Knapp 41 Prozent derer, die Internet am Handy verwenden, beklagen sich über schlecht angepasste Websites. Schaut man sich die aktuellen Zahlen der Verbreitung von E-Commerce über dieses Gerät an, so erkennt man klar, dass hier noch Handlungsbedarf besteht, da sich im mobilen Bereich sehr viele potenzielle Kunden befinden, die nicht mit schlecht angepassten Websites abgeschreckt werden sollten. Ein weiteres Problem ist, dass seit April, aufgrund des veränderten Algorithmus der mobilen Google-Suche, nicht mobiltaugliche Websites ein deutlich schlechteres Google-Ranking bekommen und einigen Kunden schlichtweg entgehen.“ So etwa stört mehr als ein Drittel (38,5 Prozent) der Österreicher beim mobilen Surfen noch immer das zu lange Laden von Webinhalten. Dieser Wert ist vor allem bei den Wiener mit 47,4 Prozent sehr hoch.

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Quelle: Mobile Communications Report 2015

WhatsApp beliebteste Social Networking App

76 Prozent der Befragten verwenden bereits Apps. Sind die Nutzer jedoch mit den Nutzungsrechten nicht zufrieden, kann dies aber auch dazu führen, auf die Installation der mobilen Anwendung zu verzichten. 72 Prozent gaben dies an. Die beliebteste Social Networking App in Österreich ist WhatsApp mit 48,3 Prozent, dahinter folgt die mobile Anwendung von Facebook (31,6 Prozent). Skype liegt mit 12,2 Prozent auf Platz drei und Google+ und Instragram konnten sich mit je 10,2 Prozent gemeinsam den vierten Platz sichern.

Ebenfalls nutzen nur 19 Prozent ein bis vier kostenpflichtige Apps auf ihrem Smartphone und zehn Prozent fünf oder mehr. 70 Prozent setzen auf rein kostenfreie Anwendungen. Weiters haben 47 Prozent der App-User zumindest bei einigen Apps die Push-Funktion aktiviert. Diese Funktion ist am beliebtesten bei Nachrichten Apps (59 Prozent), Social-Networking-Apps (57,1 Prozent) und Spiele-Apps (24,4 Prozent). Frauen nutzen die Push-Funktion bei Spiele-Apps sogar häufiger als Männer (30,1 Prozent der Frauen, 21,1 Prozent der Männer), dagegen ist die Funktion für Nachrichten Apps bei Männern tendenziell etwas beliebter: 61,6 Prozent der Männer und 54,5 Prozent der Frauen nutzen hier die Push-Funktion. Bei E-Commerce Anbietern wird diese allgemein noch weniger aktiviert.

40 Prozent sehen Werbung vor Videos an

40 Prozent derer, die Videos am Handy schauen, sehen sich Werbespots an, die vor oder während einem Video eingeblendet werden. Werber punkten vor allem mit kreativen und informativen Inhalten. Jedoch empfinden 81 Prozent der User Werbung am Handy noch immer als störend. 72 Prozent haben ebenso kein Interesse daran, mobile Werbung mit einem kostenpflichtigen Zusatzpaket des Mobilfunkanbieters zu blockieren.

Samsung meistgenutztes Smartphone

Von den mehr als 1000 Befragten nutzen derzeit 86 Prozent ein Smartphone, meistgenutzt werden Samsung (40 Prozent), Apple (17 Prozent) und Nokia (13 Prozent). Die Betriebssysteme sind zu 59 Prozent Android, zu 16 Prozent Apple iOS und zu fünf Prozent WindowsPhone – 17 Prozent wissen nicht, welches Betriebssystem sie installiert haben. Weiters ist die Nutzung von Tablets auf 44 Prozent gestiegen. 39 Prozent der Tablet-Nutzer verwenden täglich Internet über das Gerät, 28 Prozent gehen mehrmals die Woche über das Tablet ins Internet. Nur ein Prozent der Befragten geben laut Studie an, nie über das Tablet im Netz zu surfen. Vom Nutzungsverhalten wird das Tablet vor allem in ruhigen Momenten zur Hand genommen: 90 Prozent der Befragten geben an, das Gerät in den eigenen vier Wänden zu benutzen.

Bei den Teilnehmern nutzten 23 Prozent der Befragten 2015 zwei oder mehr Handys – Männer (29 Prozent) liegen hier geschlechterspezifisch deutlich vor den Frauen (18 Prozent). Zwei oder mehr Handys werden vor allem in der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren (27 Prozent) und der 30- bis 39-Jährigen (26 Prozent) genutzt.

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Quelle: Mobile Communications Report 2015 

Die kostenfreie Studie sowie Infomaterial stehen unter diesem Link zum Download bereit.

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